Stellungnahme der Auferstehungskirche zum Umgang mit Flüchtlingen

Die Evangelische Auferstehungskirchengemeinde ist ein Teil von Osterfeld.

Wir setzen uns für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in unserem Stadtteil ein. Darum haben jugendliche Mitarbeiter des EWL unserer Kirchengemeinde formuliert:

„Bei uns in Osterfeld sind Menschen mit unterschiedlichen Talenten, Sprachen, Hautfarben und Religionen willkommen."

Auch unsere Kirchengemeinde selbst besteht aus sehr verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Einstellungen.

Bei aller Unterschiedlichkeit sind wir uns darin einig, dass wir die Flüchtlinge, die unserem Stadtteil zugewiesen werden, freundlich aufnehmen und gemeinsam mit ihnen leben wollen.

Wir wissen noch nicht, wie dies genau in Zukunft aussehen wird. Wir wissen auch um Konflikte, Vorbehalte, Sorgen, und  Befürchtungen.

Als Gemeinschaft von Christinnen und Christen ist uns wichtig, dass wir uns gemeinsam auf den Weg zu einem friedlichen Miteinander machen, sowohl im Interesse der Menschen, die zu uns kommen, als auch im Interesse unseres Stadtteils. Dazu ist die Haltung der Neugier aufeinander und die Offenheit aller füreinander eine wichtige Voraussetzung.

Wir wollen zu guten Lösungen unseren Beitrag leisten, wie zum Beispiel als Teil der Initiative „Ich bin da!" und das Miteinander verschiedener Kinder in unserer Kindertagesstätte.

Uns ist bewusst, dass wir als BewohnerInnen der Industrieländer durch unseren Lebensstil, unseren Konsum und unsere Geschichte, durch Ausbeutung von Rohstoffen und Waffenexporte mit verantwortlich sind für die Situation und das Elend in den Herkunftsländern der Flüchtlinge.

Auf dem Weg zu einem Miteinander finden wir es Mut machend, dass Menschen an anderen Orten bereits viele gute Erfahrungen auf einem solchen Weg gemacht haben.

Dabei stärkt uns auch unser Glaube, dass Gott alle Menschen gleichwertig geschaffen hat.

Wir laden alle Menschen in Osterfeld ein, diesen Weg (zum Wohl aller) mit zu gehen.